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55.Seefest in Röbel 16.07.-18.07.2010

Röbel (gk). Auch in diesem Jahr hatte das 55. Seefest wieder für die ganze Familie viel zu bieten. Doch vor allem warteten am Freitag die Besucher auf den inzwischen legendären Neptun, alias Steffen Steinbeck, mit seinem repräsentativen Gefolge. Für Bürgermeister Heiner Müller heißt es dann auch drei Tage amtsfrei.

In diesem Jahr fand zum ersten Mal das Seefest auf dem neu sanierten Marktplatz statt und das soll auch künftig so bleiben, versicherte Bürgermeister Müller. Er dankte auch den 57 Sponsoren für die aktive Unterstützung. „Aber vor allem gilt unser Dank heute Peter Drews, der dieses Fest organisiert und das fast bis zur Selbstaufopferung”, führte das Stadtoberhaupt weiter an. Auch wenn andere Städte Festkomitees bilden - in Röbel ist es die Verwaltung.

Hubschrauberrundflüge, ein mittelalterliches Dorf auf dem Mühlenberg sowie das irische Dorf auf dem Kirchplatz hatten eine erfolgreiche Premiere. Nach der Verleihung der Anerkennungsplaketten für die besten Sanierungen in der Stadt waren sie endlich da. Neptun und sein Gefolge fuhren wie immer in einer Kutsche vor. Aber es wäre kein Seefest, wenn Neptun mal keine kritischen Anmerkungen zu Röbel präsentierte. „Kommt man von der Autobahn, liegt gleich links der neue Schrottplatz, nicht sehr einladend”, merkte er an. Als äußerst sanierungsbedürftig findet Neptun vor allem die Mirower- und die Mühlenstraße. Auch die Garagenkomplexe sehen nicht mehr so toll aus. „Aber wer von der Wasserseite aus kommt, der hat was geschafft und dann in die Stadt gehen - durstend und schleppend kommt man an”, berichtete er weiter. „Und das Gefälle in der Unkel- Bräsig-Straße - na, das geht ja gar nicht. Was hat sich der Architekt denn dabei gedacht?”, holte er weiter aus.

Doch den neuen Brunnen auf dem Marktplatz, den er kurzerhand als Waschzuber bezeichnet, ist schick. „Aber - wenn es hier nicht bald ein paar Bäume und Bänke gibt, dann komme ich nicht mehr”, und warnende Blicke gingen zu Röbels Bürgermeister. Wer Steffen Steinbeck kennt, der weiß, wie er es meint!. Trotzdem hat sich viel in diesen bunten Stadt am kleinen Meer getan. „Jahr für Jahr wird es besser”, fand er lobende Worte. Aber - und das sei an dieser Stelle auch gesagt, der Vandalismus ist schlimm. „Wer hat Paula die Beine abgesägt, der Ziege das Bein gebrochen? Wir brauchen bald eine Rot-Kreuz- Kasse”, fordert der Wassergott.

Für den Mühlenwächter brachte die Geldsammlung 400 Euro und die fehlenden Finanzen kamen von einem anonymen Spender. Mit Blick auf das Jahr 2011 steht nicht nur die 750-Jahrfeier der Stadt, sondern auch 100 Jahre FFW Röbel, 60 Jahre Pfingstregatta Röbel, 40 Jahre Ponysportverein und vieles mehr an. So rief Neptun jetzt schon nach neuen Ideen. „Dann will ich zum Feuerwerk ein Bootskorso vom Paddelboot bis zur Zwei-Millionen-Yacht sehen. Zur 750-Jahrfeier möchte ich das größte Piratenherr aller Zeiten haben. Also Kinder und Jugendliche, lasst euch was einfallen.” Somit gibt es schon neue Aufgaben für das 56. Seefest.

Bei tropischen Temperaturen waren es auch diesmal wieder drei heiße Tage in Röbel. Dieses Seefest ist bereits weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

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